Blumentorte

Just another WordPress.com site

Was uns gehört

P1790866Deine Zeit ist das Einzige, das Dir gehört.

 

 

 

Advertisements

Aufgeräumt und nachgegrübelt

Lange nicht hier gewesen. Wieder zu lange pausiert. Das Leben kam mit Wucht dazwischen. Nix Großes. Halt das Dasein. Erfahren, dass Gegenwart 3 Sekunden dauert. Anderes gelesen als die Blogs von echten Menschen. Bücher, ZeitsparundGeldvermehrungsbücher, Fachliteratur. Endlich alles besser wissen, schlauer machen, lernen von den gewitzten Weisen. Esoterikwelten betreten und verlassen. Leben neu ausgedacht. Dann getüftelt, wie man das besser machen kann mit dem Leben. Für die anderen. Die ganze Welt. Aber vor allem für mich. Die Wahl versucht zu ignorieren. Jeden Morgen über Plakate gelächelt, mal bitter, mal erheitert. Dazwischen überlegt, warum nicht alle alten Bücher weggebracht werden können zum Sozialkaufhaus oder zum Flohmarkt. Was wohnt in denen, das nicht weg kann. Ein paar Hinweise gefunden. Hilde Domin, die stets Unstete, nannte Gegenstände „Schoßhunde“, die einen belasten, weil sie einen volljammern, damit man sie ins Haus holt und dann wieder, wenn man ohne sie weiterziehen will. Blei am Wanderschuh. Drum achte, wo Du Dein Geld hingibst und was Du dafür erhältst. Nesthäkchen kann nicht weg, weil ihre Familie meine Lieblingsheimat war. Dann war sie selbst die tolle Mutter, heute unerträglich, einst warmheimelig heldenhaft. Darunter steht die Biographie von Donna Mar, Picassos freier Muse. Dazwischen 30 Jahre Leseleben. Das Leben verändert einen offenbar. Achguck. Jetzt also wieder leere Schalen im Schrank. Und weniger. Und wieder Zeit für mehr. Bloglesen von echten Menschen. Schön ist das. Wie heimkommen.

Königin für einen Moment

Endlich nicht mehr 34 schattige Grade und somit Aussicht auf ein paar klare Gedanken. War eingeladen bei lieben Menschen, die mir einen wahrhaftig luxuriösen Moment schenkten, nämlich den der Erinnerung an eine spezielle Form der Gastfreundschaft und eine Frage: warum funktioniert Ersatz? Der Hintergrund:  In meiner Kindheit gab es reihum Sonntagskaffeebesuche im Verwandtenkreis. Alle paar Wochen war meine Familie dran.Wir tafelten auf wie bei Hofe: Silber, Servietten, ein gutes Service, eine gestärkte Tischdecke, Blumenstrauß, frisch geschlagene Sahne. Im Hintergrund leise Klassik von der Schallplatte. Vattern roch nach dem guten Rasierwasser, Oma Elfriede nach Maiglöckchen und Polyestermief. Am Samstag davor wurde gewienert und geschrubbt, als käme der König von Flandern und nicht Tante Agathe nebst Dackel und Cousine. Der Vortag war bereits soldatisch festgelegt: Es gab ein parfümiertes Vollbad am Abend, die Bude war blitzeblank, Muttern saß zum Fernsehen mit Nagellack.

Frage bei Frau Blumentorte ist jetzt welche? Nunja, mir fiel auf, dass ich dieses Ritual in minimalistischer Form desöfteren suche und simuliere. Reduziert auf das Stück Kuchen allerdings sitze ich dann in OlleOmmaCafes mit Spitzendeckchen oder – ich gestehe es ungern – wahlweise auch im Bäckerladen an der Ecke und esse den Kuchen vom Pappdeckel, der auf einem schmierigen Tisch herumliegt. Das dauert maximal 20 Minuten, selten mit nettem Geplauder, häufig bei einer Zeitschrift oder Loungemusik. Niemand riecht nach Deo an Polyester, eher duftet es nach Aufback-Pizza. Dennoch ist es eine Pause im Alltag, die funktioniert, obwohl die Rahmenbedingung oft fragwürdig sind. Denn irgendwo in meinem Unterbewussten spielen offenbar währenddessen Geigen und die Sonne bricht sich in Kuchengabeln, es herrscht festliche Herzlichkeit. Ein Innenbild. Das ist so fern von To-Go wie man nur sein kann. Und es  bleibt die Lebensfrage, warum Ersatz manchmal funktioniert. Und manchmal nicht

Schöne Maid (Popolski Cover)

An heißen Tagen sollte man sich nicht zu schnell bewegen. Es empfiehlt sich daher ein langsamer Bossa Sound, das haben ja schon ein paar Südamerikaner festgestellt. Der hochkarätige Quatsch der Popolski Family dazu ist sozusagen die Kirsche auf dieser erstklassigen Version eines Tony Marschall Schlagers. Wer die Nerven hat besucht von diesen wunderbaren Musikern auch Cheri Cheri Lady, apropos, aber ich empfehle eher „Crying at the Discotheque“. Ich erinnere mich noch eine Kindheit im Plattenbau bei der mir diese Art von Szenario lieb und teuer war. Ohne Bossa, aber mit Pullunder und Schnauzbart. Hätten wir das bloß gefilmt und gesendet. Summer of Vodka. Ich ohne Schnauzbart, das sei ergänzt. Mehr gibt es aktuell nicht zu sagen. Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Polen ist gänzlich unbeabsichtigt. Viel Freude Euch!

Slave2Love – 9 1/2 Wochen

 

So, liebe Kinder, mal aufgepasst: Damals, Ende der 80iger hatte Mickey Rourke tatsächlich noch ein hübsches Gesicht und war neben Kim Basinger in dem Film „9 1/2 Wochen“  der gefährlichste Mann im Kino neben Tom Cruise und Silvester Stallone. Der Film ist wohl auch der historische Grund für den heutigen Erfolg von „50 Shades of Grey“ bei den Damen über 40. Damals also wurde die Saat des  Bösen gesät, allerdings noch ohne Metallaccessoires und Popoklopfen. Bei Mickey reichte noch die gute alte JoJo-Strategie: „Da Sein, Abhauen, Lieb Sein, Böse werden“, fertig. Irgendwann hat er halt überzogen und da ist die Kim ihm abgehauen und hat Blumen gießend am Fenster im Hinterhof Kinderschaukeln beobachtet, was zweifellos sehr traurig war. Dazwischen hatten sie ein paar phänomenal neckisch arrangierte und stilvoll belichtete Spielenachmittage, die man sich im Kino mit großen Augen anschauen konnte. Jedenfalls schuf Regisseur Adrian Lyne damit einen lasziven, formidabel fotografierten Film, der ihn neben „Flashdance“  und „Verhängnisvolle Affaire“ bekannt machte und zu Recht als Hollywood Marke etablierte. Das so eine intensive Story keine 9 1/2 Jahre dauern kann war dann öfter mal die größte Enttäuschung meines Lebens. Ich bin fast drüber weg. Niemand wollte damals übrigens wissen, ob Kim Basinger magersüchtig war, obwohl die fehlenden Klamotten das kaum kaschierten. Auch Frauenverbände betrachteten die Erniedrigungsnummer als Privatsache, soweit mir bekannt ist. (Er hat ihr aber auch einen wunderschönen Schal geschenkt!) Die Szene vor dem Kühlschrank jedenfalls wurde von vielen Liebenden weltweit phantasievoll nachgestellt, aber eben ohne Facebook und Insta, daher blieb das Vernaschen ein Geheim-Akt, was durchaus Vorteile hat.  Alles Geschichte. Achja, seufz, irgendwie war alles mal mit besser Musik unterlegt . Und schöner, zumindest was Mickey Rourke betrifft.

Eichstätt, Stadtrundstand

Muss mal gesagt werden: Mit mir durch eine Stadt zu stehen-gehen kann die Gesundheit gefährden. Vor allem an Tagen, die irgendwo einen Strahl von Licht versprechen und an welchen ziehende Wolken am Himmel zu beachten sind > sehr nervtötend. Denn siehe: Ich warte, bis sie weg sind, stehe vor dem Wunschmotiv, wie ein sturer Esel, atme. Langmütig müssen daher Begleiter sein, sie werden zum Müßiggang gezwungen, zum erzwungenen Stillstand gar. Bis ich in der Eisdiele ankomme, haben alle Begleiter den 7.en Eistee warm werden lassen, kennen alle Informationstafeln und Schaufenster in und auswendig. Zum Beispiel Eichstätt: könnte in 30 Minuten durchschlendert sein, um dann in die umgebende Landschaft zu fahren und energisch durch schattige Wälder zu wandern. Wenn bloß die Fototorte nicht wäre. Und dann ist es nicht einmal Kunst! Ich werde einsam sein im Alter, aber sehr geübt im Warten auf das Licht.

Die Antwort/Blumentorte feat. Black Eyed Peas

Liebe ist die Antwort. Immer. Herzlichst, Blumentorte

Steine und Erden

Nur ein paar Bilder von einem Spaziergang durch die Farb– und Formwelten des Töpfermarktes. Wäre gerne eine Blindgängerin gewesen. Aber statt zu explodieren sich herantasten an von der Sonne gewärmtes Geschirr. Ich erlebte beim Handauflegen Entspannung und Wohlbehagen. Da ich keinen Blindenführer hatte (EIN Wort!!) wandelte ich sehenden Auges und die Töpferware blieb heile. Woher die astronomischen Preise kommen habe ich mich nicht fragen trauen. In Stundenlohn darf man da nicht denken, vermute ich. Ich kann mit meinen Händen nix außer schreiben und handauflegen, da wird man ehrfürchtig vor dem Handwerkskünstlern. Oder man lernt  noch über Wasser gehen und Blinde heilen. Abgeschweift.  Unbescheiden. Schluss jetzt.

Am Arm lecken

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs ist Sommer. Männer freuen sich darüber, dass Röcke kurz werden und Shirts kürzer, und dass es wippt und weht, hie und da. Im Rahmen meiner aufklärerischen, Bemühungen  zur Gleichberechtigung sei hier ein für alle mal festgehalten, dass wir Frauen uns bei Männern nicht grundsätzlich über kürzere Hosen und ein Wippen freuen. Nicht. Kürzere Tops am Mann sind auch nur bei einem Bauchmuskel Depot interessant. Aber wir sind weder blind, noch von der Schöpfung benachteiligt, was die Freuden des Sommers anbelangt. Nein, wir freuen uns auch, täglich. Über kräftige Sommer-Arme. Verschränkte, braungebrannte, muskulöse oder feinadrige. Und während wir bei Grillabenden in Gärten sitzen und der Schweiß rinnt, denken wir manchmal: Ich würde Dich echt gerne mal am Arm lecken. Das muss ja mal jemand aussprechen dürfen. Ob das repräsentativ ist….? Ist mir egal.

IMG_2048

Erfrischung gefällig

Beim Rückwärts Lesen fand ich diese März Wasserfälle von Gerhards Fotoblog und möchte sie an einem heißen Tag mit Euch teilen. Taucht ein!

Gerhards Fotoblog

Ursprünglichen Post anzeigen