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Muntermonika spielen im Frühling

Ich ertappe mich dabei, hastig aus dem Büro zu rennen, nur mal kurz um den Block, runter zum Fluss, wo die Bäume tief ins Wasser hängen, schnell fließt er diese Tage, schneller als sonst. Dann stehe ich da, wippend, die Hände ringen mit der Strickjacke, mit sich, mit meinem verwehten Haar, dann treiben sie mich huschhusch wieder an die Arbeit. Am Abend sitze ich auf dem Balkon, tippe nervös mit dem Finger auf die Balustrade, lausche den Vögeln und denke viel zu fix, nein, eher denkt es mich, es durchspült mich geradezu: Neue Wege, neue Ideen, neue Anfänge, Revolution, endlich machen, was ich will, was?, leichtsinnig, unvernünftig sein, werden, neu, mich neu denken, dann handeln, alles anders, revolutionär. Lind rauscht der laue Luftzug durch die Abende, die viel zu lang licht sind, keine Ruhe werden lassen, die mich treiben, voran, mach`, sitz da nicht herum. Dann irgendwo gehört „erinnerst Du Dich, Du lebst?“ Ein Haus sollte man mir zum Renovieren geben, Holz zu hacken, Wände neu zu befarben, rosa die Diele und tiefpetrol das Esszimmer würde ich streichen, Bäume pflanzen im Wohnzimmerboden, Birken ins Bad, unter freundlichen Birken zu baden muss schön sein, Mensch ja, wozu noch warten, Mundharmonika sollte man spielen können, hehe, Muntermonika, lebe doch auch ich nur ein Mal, ein einziges Mal und doch, ist es ja nur wieder der Frühling, sonst nichts. Nichts? kein nichts, der Frühling, und wieder treibt es mich hinaus ins Weite, ins Neue, ins Frische …. frische Fehler sollte man machen dürfen, grandiose, fatale, nichtwiedergutzumachende, dann die Muntermonika dazu spielen im Abspann…. oder sich mal vom Schifferklavier begraben lassen nach 13 Hartgetränken….oder nur vom Schiffer….  so dünkt es mich… Kubanische raucht der, oder welche aus Nicaragua, ist mir doch egal nach 13 Hartgetränken….. noch 5 schöne Sommer…. Die Amseln nerven so was von!P1740931

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3 Kommentare

  1. Ein assoziativer Gedankenfluss einer von Ideen durchdrungenen jungen Frau, die manchmal kaum weiß, wohin mit ihrer Potenz – ist da was dran?
    Nachtgruß von Sonja

    • Ja, es ist irgendetwas hinter den Hirngardinen, noch nicht so greifbar. Etwas derartiges, das sich nicht durch denken erschließt, sondern durch Träumen oder langes Wandern oder Beides. Achja, die ungestüme Potenz… Da ist was dran, kluge Sonja. Danke!

      • Lächel nun, ich, echt! Danke

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