Blumentorte

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Autorenarchiv: Blumentorte

Keine Selfies im Wald

Sommerloch. Menschen wie ich sollten im Regenwald leben, oder zumindest auf grünen Inseln, wo der Regen wallt. Ha. Habe letzthin im Freien lustwandelnd mal so vor mich hingedacht, das die Welt vielleicht ein friedlicherer Ort wäre, wenn nicht so viele von uns immerzu shoppend und schauend und nach Sensationen suchend durch Innenstädte, Eiscafés und Medienmärkte …

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A thousand kisses deep (L Cohen)

Für so manche Musikerfahrung muss man sehr viel älter werden als 25. Was in Ordnung ist. Ich esse erst seit ein paar Wochen Datteln und im Speckmantel, was ich vor einigen Monaten noch weit von mir gewiesen hätte. Jetzt also Leonard Cohen. Die Nicht-Kenner werden nach wenigen Takten wegklicken, weil sie es monoton finden könnten. …

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Drei geteilt durch 33

Jeden Morgen 3:33 wach, seit Wochen. Vor allem die Stunden bis die Sonne aufgeht sind schwierig. Nach ein paar Atemzügen im Dunkeln wird das Verlangen übermächtig, kühle Nachtluft ins Zimmer zu lassen, die aus dem stillen Draußen, scheinbar aus dem All hereinströmt und die Fragen wieder ins Wirbeln bringt. „Wie oft wohl?“ „Wie lange schon?“ „Warum?“ „Wieoftwielangewarumwieoftwielangewarum“. …

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Museo della Follia – Museum des Irrsinns

  Eine sehr beklemmende Atmosphäre herrschte in den Räumen des Museums. Schwarze Wände, gedämmtes Licht, angestrahlte Kunst und echte Relikte rundum das Thema „Irrenanstalt“, zum Teil mit gefundenen und im Raum der Erinnerungen zur Collage sortierten armseligen Besitztümern der Insassen, zum Teil mit Zeichnungen oder Fotos der großen Meister, wie z.B. Goya, zum Thema Wahnsinn, …

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Flucht in die Unterwelt

Sie saßen auf den Stufen an der Hausmauer, die zum Souterrain führten und schwiegen mit gesenkten Köpfen. Als Dee plötzlich den Kopf zu ihm drehte und ihn ansah, fielen ihr die nassen Haare vor die Augen und versperrten ihm die Sicht in ihre dunklen Pupillen., nur an ihrem bebenden Kinn erahnte er die ohnmächtige Wut, die in …

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Erhebet die Herzen

Was soll ich sagen, das Wannenbad war toll. Erkenntnisse noch und nöcher. Bemerkt, dass sich kein Wort auf „Silber“ reimt, eine davon. Schäume  betrachtet, warum die nicht lila sind hat mich lange beschäftigt. Und übrigens auch nicht blau trotz des blauen Badewassers. Gestern dann diese Herbstgewalten da draußen. Natürlich raus gegangen, wozu sind sie sonst da, …

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Novemberblau in der Wanne

Ist ja  bekanntlich nicht jedermanns Sache, so ein Novembertag. Die Stadt wird heute Nachtblau tragen, es gibt einen Ball, an dem ich auch in diesem Jahr nicht teilnehmen werde und es gibt Menschen, die mich dort nicht treffen werden, weder mit Blicken noch mit Worten, was gut ist für mein Herz. Da muss man ja …

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Fraygeist: Was Du Liebe nennst

Fraygeist Was Du LIebe nennst Man kann ja nicht jeden Tag Rosenäpfel backen. Vor allem nicht essen. Wenn Rosen und Äpfel nicht verfügbar sind tritt die Musik auf den Plan. Einer muss ja, ne.  

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Beruhigender Rosenapfel

Der Rosenapfel. Im Morgengrauen gebaut wegen notwendiger Kreativarbeit zur Verdrängung unliebsamer Gedanken und Gefühle. Wo Hände arbeiten fängt Heilung an. Also in den  Rosenblätterteig Apfel, Zimt und Rohrzucker verkünstelt. Das beruhigte enorm.  Ofenalchimie ist immer gut.  Dennoch: Ich glaube der Zauber war am größten als er warm und innen noch matschig aus dem Ofen kam. …

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Herbstfrau

Sie sagte, sie sei die ganz-weit-weg-Nichte von Johnny Cash, Chuck Berry oder sonstwem und versprühte mit ihrer herben Stimme eine Ahnung des qualvollen Todes den die Männer sicher heimlich starben angesichts ihrer bloßen Erscheinung enthüllt oder nicht, denn eine Verhüllung erschien undenkbar. Geschweige denn eine Bekopftuchung.  Andererseits könnte gerade diese so eine junge Frau retten, vor wem …

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